Zukunfts-Check Dorf

 

Gelungene Auftaktveranstaltung

Mehr als 80 Interessierte - das sind fast 20 % der Einwohner in Bergen - hatten am Donnerstag, den 23.01.2020 den Weg ins Gemeindehaus gefunden um an der Auftaktveranstaltung zum Thema "Zukunfts-Check Dorf" teilzunehmen. Sehr erfreut über den positiven Zuspruch der Bevölkerung begrüßte Ortsbürgermeister Stephan Ruppenthal die Anwesenden sowie Maren Hoffmann-Schmidt und Ricarda Schröder von der Stabsstelle Standortentwicklung der Verbandsgemeinde Herrstein-Rhaunen.

Stephan Ruppenthal erläuterte in seinen einleitenden Worten, dass der Ortsgemeinderat sich dazu entschlossen hat, das geforderte Dorfentwicklungskonzept nicht für teures Geld bei einem Planungsbüro in Auftrag zu geben, sondern dieses durch die Dorfgemeinschaft selbst entwickeln zu lassen. Denn so sei eher gewährleistet, dass dieses durch die Bevölkerung auch angenommen wird. "Man bekommt nicht ein Konzept "übergestülpt", welches vielleicht gar nicht zu uns passt" erklärte Ruppenthal. Die Einwohnerinnen und Einwohner von Bergen könnten ihr Konzept selbst erarbeiten, sich einbringen und das in den Vordergrund stellen, was für sie wichtig ist. Und damit leitete er zu Maren Hoffmann-Schmidt über, die konkret die Inhalte des ZCD vorstellte, seinen Zweck erläuterte und die nachfolgenden Maßnahmen ausführlich erläuterte.

Eine Dorfgemeinschaft ist nur so stark wie Ihre Einwohner diese mit Leben füllen. Hierzu gehört die Wertschätzung der einzelnen Bereiche innerhalb der Gemeinschaft ebenso wie die Identität, die Vereine, das Ehrenamt und vieles mehr. Der Demografische Wandel ist in aller Munde und stellt uns vor immer neue Herausforderungen. Aber auch der gesellschaftliche Wandel schafft neue Anforderungen an die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft und damit auch an den Ortsgemeinderat und eben auch an die Dorfgemeinschaft. Ziel des ZCD ist es, im Rahmen eines bürgerschaftlichen Engagements ein Bewusstsein für den eigenen Ort zu schaffen und aktiv mitzuwirken, Strategien für die Zukunft zu entwickeln und schlussendlich ein Dorfentwicklungskonzept zu erarbeiten welches dann eine sog. "Förderkulisse" eröffnet um Zuschüsse für private und öffentliche Maßnahmen aus der VV-Dorf zu erhalten.

Nach der Vorstellung des Konzeptes war sofort die Initiative der anwesenden Bürgerschaft gefragt. Mit farblichen Karten - rot und grün - wurden sie von Hoffmann-Schmidt aufgefordert, die Punkte zu notieren, die jeder für sich als "Schwächen & Risiken" (rot) bzw. "Stärken & Chancen" (grün) hier in Bergen sieht. Und von dieser Möglichkeit wurde sehr rege Gebrauch gemacht.

Als erstes Fazit kann festgehalten werden: grundsätzlich besteht bereits eine recht gute Dorfgemeinschaft, man ist froh über den Kindergarten und das funktionierende Vereinsleben und erfreut sich auch an einem vorhandenen Gemeindehaus, dem Jugendraum, der Grillhütte und dem Park.

All diese positiven Ansätze erfordern jedoch Verbesserungen. Die Anzahl der roten Karten überwog bei weitem die der grünen Karten. Damit war klar: es gibt viel zu tun! Themen wie Kinderspielplatz, Zustand der Straßen, fehlender Winterdienst, Verkehrsberuhigung u.a. wurden ebenso zur Sprache gebracht wie fehlende soziale Projekte. Sei es der "Tante-Emma-Laden", Angebote für Senioren, aber auch für Jugendliche, ein Tausch-Projekt für Werkzeuge oder Dienstleistungen und natürlich - wie immer mal wieder bei den Älteren im Dorf zum Thema gemacht - die Reaktivierung der Lautsprecheranlage! Aber natürlich auch infrastrukturelle Maßnahmen sind für die Bevölkerung wichtig. Wie soll ein gesellschaftlicher Wandel möglich sein ohne funktionierendes schnelles Internet bzw. Mobilfunk? Auch hier liegen Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander.

Und an der Stelle beginnt nun die Arbeit. Man verständigte sich an diesem Abend darauf, noch keine konkreten Arbeitsgruppen zu bilden. Alle Interessierten Einwohner konnten sich auf einer Liste eintragen und werden zu einem späteren Zeitpunkt dann zu einer erneuten Versammlung eingeladen. Auf dieser Veranstaltung werden dann die Arbeitsgruppen gebildet. Mehr als 40 Bürgerinnen und Bürger haben sich bereits an diesem Abend bereit erklärt, aktiv am ZCD mitzuarbeiten. Das ist eine tolle Quote und vielleicht kommen noch mehr hinzu.

Zuvor werden alle Haushalte in Bergen noch einmal einen ausführlichen Fragebogen erhalten, damit weiterführende Themen mit aufgenommen werden können und auch Mitbürgerinnen und Mitbürger die Möglichkeit bekommen sich einzubringen, die heute aus terminlichen Gründen an der Auftaktveranstaltung nicht teilnehmen konnten.

Sowohl Maren Hoffmann-Schmidt als auch Stephan Ruppenthal waren einhellig der Meinung, dass bereits der Auftakt zum ZCD sehr positiv verlaufen sei. So könne es weitergehen und dann würde am Ende sicherlich ein tragfähiges Dorferneuerungskonzept stehen.

 

 

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