Aktuelles:

 

Der Verein

Die Freiwillige Feuerwehr Bergen wurde im Jahr 1928 gegründet und im Jahr 1993 entstand ergänzend der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Bergen.

Die Freiwillige Feuerwehr Bergen hat derzeit 24 Aktive. Wehrführer ist Ralf Kessler und Mario Friedt ist sein Stellvertreter.

Seit April 2011 besitzt die Freiwillige Feuerwehr Bergen das abgebildete Löschfahrzeug, ein Opel Movano 2,5 DTI. An Bord ist die Tragkraftspritze (TS) Rosenbauer Fox 3 mit 67 PS BMW Motor und einer Leistung von 1000 l Wasser pro Minute bei 10 bar Druck.

Gemeinsam mit Berschweiler gibt es eine Jugendfeuerwehr, die von Uwe Endres betreut wird und mehr als 10 Kinder und Jugendliche als Teilnehmer hat.

 

 

Der Förderverein

wurde am 7. März 1996 unter dem Namen „Verein der Freunde und Förderer der Freiwilligen Feuerwehr Bergen“ in das Vereinsregister des Amtsgerichtes Idar-Oberstein eingetragen. Der Verein hilft, Lücken in der Ausstattung der Feuerwehr zu schließen. Ferner richtet der Verein Feste im Dorf aus und unternimmt Ausflüge. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag zur Festigung der Dorfgemeinschaft.

Von der Vereinsgründung im Jahr 1993 an bis zum Februar 2012 war Stefan Ruppenthal der Vereinsvorsitzende und ihm folgte Mario Friedt in diesem Amt.

Der Verein hatte im Jahr 2016 (2011,2003) eine Mitgliederzahl von 67 (68,71) Frauen und Männern (davon 25 (28,28) aktive Feuerwehrleute und 7 (10,13) Alterskameraden).

 

Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Bergen

Gründung im Jahr 1928

Es waren der Bau der Wasserleitung und ein größerer Brand im Jahre 1928, die den Ausschlag zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Bergen gaben. Damals brannten die Anwesen Hauptstr. 27 und 29. Ausgebrochen war das Feuer durch Brandstiftung im Anwesen „Schmehlersch“ und griff dann noch auf die Wirtschaftsgebäude von „Lebse“ über.

Die Ortsgemeinde verfügte damals zwar über Feuerlöschgeräte, es mangelte jedoch an Übung und Organisation bei den Helfern. Insbesondere überforderte die neue Wasserversorgung die ungeübten Helfer. So kam es noch im Jahre 1928 zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Bergen.

In einem Fragebogen der französischen Militärregierung aus dem Jahre 1946 gibt der damalige Wehrführer Karl Krummenauer als Gründungsdatum den 14. August 1928 an. Im Rechnungsbuch der Freiwillige Feuerwehr Bergen ist die erste Buchung am 9. Juni 1928 eingetragen.

Aus einer Namensliste des Jahres 1932 ergibt sich eine Mannschaftsstärke von 64 Feuerwehrleuten und einem Brandmeister. Diese, für heutige Verhältnisse große Anzahl, hatte ihren Grund in den damaligen Löschmethoden. Es existierte zwar bereits eine Wasserleitung in Bergen, doch bei Brandeinsätzen im Sommer wurde es wegen Wassermangels erforderlich, Menschenketten zu bilden, die das Wasser in Eimern vom nächstgelegenen Teich, bei großer Wasserknappheit auch von den umliegenden Jauchegruben bis zum Brandherd hin weiterreichten. Zudem erforderten die handbetriebenen Pumpen stets die Kraft mehrerer Feuerwehrleute. Sie beförderten das Löschwasser durch die Schläuche nach vorne zu den Feuerwehrleuten an den Spritzen.

Anerkennung als öffentliche Feuerwehr

Mit einem Schreiben des Regierungspräsidenten vom 15. März 1936 an den Bergener Brandmeister Otto Reiss wird die Freiwillige Feuerwehr Bergen als „öffentliche Feuerwehr“ anerkannt. Im Zuge seiner Kriegsvorbereitung militarisierte das Dritte Reich die Feuerwehren. Mit dem Satz: „Durch diese Anerkennung erhalten Sie das Recht, zu Ihrer Uniform das polizeiliche Hoheitsabzeichen zu tragen und am Tage der Deutschen Polizei teilzunehmen.“ ist die Absicht des nationalsozialistischen Staates zu erkennen, die Freiwilligen Feuerwehren in die Gewaltstrukturen des Regimes einzugliedern.

Der Werdegang der Freiwilligen Feuerwehr Bergen kurz vor und während des II. Weltkrieges ist leider nicht dokumentiert. Die kriegstauglichen Feuerwehrleute wurden zur Wehrmacht einberufen. Es ist davon auszugehen, dass die Feuerwehr während des Krieges mit einer Notbesetzung durch ältere Männer aufrechterhalten wurde.

Die unmittelbare Nachkriegszeit

Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches tritt die französische Militärregierung sehr schnell auf den Plan und verfügt mit Schreiben vom 28. Juli 1945, dass in jeder Gemeinde eine Feuerwehr zu bilden ist. Diese hatte einmal im Monat an einem Sonntag von 9 bis 10 Uhr zu üben. Geübt werden durfte nur in zivil und nur an Feuerwehrgeräten. Eine Übung an militärischen Geräten wurde in dem Schreiben ausdrücklich verboten. Für die Feuerwehr galt im Falle eines Brandes nicht die nächtliche Ausgangssperre.

Später im Jahr folgten weitere Befehle, wie zum Beispiel: „Die Feuerwehrleute müssen die blaue Uniform, die vor 1933 bestand, tragen. Die Abzeichen des 3. Reiches müssen durch ein auf den linken Arm gesetztes rotes schildförmiges Abzeichen mit der Aufschrift „Feuerwehr“ ersetzt werden. Der Luftschutzhelm kann weiter benutzt werden, nachdem er weiß gestrichen worden ist.“

Mit Schreiben vom 18. Januar 1947 erreichte die Freiwillige Feuerwehr Bergen ein Befehl der Militärregierung, der einschneidende Konsequenzen erforderte. Wohl in der Befürchtung, die Feuerwehren könnten sich zu Widerstandsnestern gegen die Bestatzungsmacht entwickeln, wurde angeordnet: „Die Feuerwehr Ihrer Gemeinde ist auf 15 Mann zu reduzieren.“ Es wurde ein namentlicher Nachweis der bleibenden und der ausscheidenden Feuerwehrmänner angefordert. Damit kam es zu einem wohl schwierigen Auswahlprozess aus den damals 34 Aktiven.

Die Nachkriegsjahre waren in unserem Land Notjahre. Dieses lässt sich auch exemplarisch aus den folgenden drei schriftlichen Befehlen der Militärregierung ablesen:

Am 31. März 1947 wurde aus aktuellem Anlass heraus verfügt, dass es „ausnahmslos verboten ist“, von Fahrzeugen der Feuerwehren die Bereifung zu entnehmen.

Am 25. August 1947 gibt der Landrat eine Anordnung der Landesregierung Rheinland-Pfalz weiter, wonach ab sofort bei größeren Einsätzen der Feuerwehr folgende Einsatzzulagen an die eingesetzten Feuerwehrleute ausgegeben werden: Für 2 Sondermahlzeiten pro Kopf und Mahlzeit: 50 g Brot, 6 g Butter, 40 g Fleisch, 10 g Käse und 30 g Teigwaren.

Am 19. Januar 1948 schreibt der Herrsteiner Amtsbürgermeister: „Durch den Hauptbrandmeister Stutz in Herrstein wurde mir mitgeteilt, dass die Möglichkeit besteht, aus unbrauchbaren Feuerwehrschläuchen Schuhe herzustellen.“

 

 

Neuere Zeit

Mit dem Umbau des Dorfgemeinschaftshauses erhielt die Freiwillige Feuerwehr Bergen im Jahre 1995 eine große, moderne und zweckdienliche Unterkunft. Sie bietet auch für das 1980 angeschaffte Tragkraftspritzenfahrzeug Ford Transit und seinen im Jahr 2011 erhaltenen Nachfolger Opel Movano genügend Raum.

Im Jahre 1993 wurde der Förderverein der Freiwillige Feuerwehr Bergen gegründet. Unter der Leitung seines Vorsitzenden, Stefan Ruppenthal, richtete der Verein vom 4. bis 7. Juli 2003 das Jubiläumsfest zum 75jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr aus.

Höhepunkt des Festes war der Umzug mit altem und neuem Feuerwehrgerät durch Bergen. Seine feierliche Untermalung erhielt der Zug durch die Teilnahme der Buchwald Musikanten, der Musikkapelle von Schmitthachenbach und durch die vielen Jugendlichen, die in historischen Feuerwehruniformen am Zug teilnahmen. Auch die befreundeten Wehren aus Bergen im Chiemgau und aus Bergen im Saarland bereicherten den Zug auf seinem 1 km langen Weg durch Bergen.
Besondere Beachtung fanden die liebevoll renovierten alten Feuerlöschgeräte. Die historischen Spritzen aus Herborn und Reichenbach wurden mit schön geschmückten Pferden durch das Dorf gezogen. Andere, wie die von Gerach, von den Feuerwehrleuten selbst, wieder andere wurden mit historischen Traktoren bewegt. Den Abschluss, des 28 Zugnummern umfassenden Spektakels, bildeten die modernen Feuerlöschfahrzeuge aus verschiedenen Orten der Verbandsgemeinde Herrstein sowie das Drehleiterfahrzeug der Kirner Feuerwehr.

 

Die Wehrführer

Seit ihrer Gründung hatte die Freiwillige Feuerwehr Bergen folgende Wehrführer:

  1. Otto Reiß (1928 bis 1945)
  2. Karl Krummenauer (1945 bis Ende 1946)
  3. Willi Schwarz (Ende 1946 bis ? )
  4. Willi Faber (      ?   bis   ?        )
  5. Ernst Holler (   ?   bis  ?    )
  6. Rudolf Klein  (        ?      bis 1965)
  7. Kurt Ripp  (1965 bis April 1987), der Wehrführer mit der längsten Dienstzeit !
  8. Gerhard Friedt  (April 1987 bis März 1991)
  9. Hans Martin Ulrich  (März 1991 bis März 2001)
  10. Ralf Keßler (seit März 2001)

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